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Gustav-Adolf
Gustav II. Adolf
König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632) gilt als Befreier des deutschen Protestantismus im Dreißigjährigen Krieg. 19 Jahre seiner Regierungszeit waren ausgefüllt mit Kämpfen gegen Polen (kath. Linie der Wasa, die den Anspruch auf die schwedische Krone erhob), Rußland und Dänemark. Sein politisches Ziel war die Aufrichtung eines Ostseeimperiums unter schwedischer Führung. Nach der Niederlage der deutschen Protestanten und Christians IV. von Dänemark (1629), griff er zum Schutz der Evangelischen in den Krieg ein. Landete am 16.11.1630 mit seinem Heer in Pommern. Sein Entschluß war aus dem Zwang der politischen Lage entstanden, in die das schwedische Ostseereich durch die militärischen Erfolge der Liga geraten war (Restitutionsedikt 1629). Zweifellos ist er aber auch mitbestimmt durch den wagemutigen persönlichen Einsatz des Königs für die Freiheit der Verkündigung des Evangeliums in Deutschland. Durch sein Eingreifen in den deutschen Konfessionskrieg hat Gustav Adolf den deutschen Protestantismus zu einer bis dahin ungewöhnlichen politischen Zielstrebigkeit gebracht. Allerdings ging es ihm nicht nur um die Wiederherstellung der Reichsverfassung (die “gerechte Sache” des Augsburger Religionsfriedens von 1555), sondern um die “Garantie eines gerechten Gleichgewichts” in Europa (so der Historiker Günter Barudio 1993). “Zweck des Krieges ist der Friede”. Das kleine Schweden mit seinen damals 900.000 Einwohnern verstand sich als “Israel des Nordens”. Und im bedrängten deutschen Protestantismus lebte die Sehnsucht nach dem “guten König” als Richter und Heilsbringer im Ringen dreier Konfessionen um gegenseitige Anerkennung. Es gelang dem Schweden in kurzer Zeit zwar nicht die Elbfestung Magdeburg, “unseres Hergott’s Kanzlei” zu retten; sie fiel in die Hände General Tilly’s und wurde schwer zerstört. Aber sein gut organisiertes Heer schlug am 7. September 1631 bei Breitenfeld/Leipzig die Truppen der Liga unter ihrem Feldherrn Tilly (“Glaubensfreiheit für die Welt/ rettete bei Breitenfeld/ Gustav Adolf, Christ und Held”, steht dort auf einem Denkstein). In Eilmärschen konnte er nach Südwest- und Süddeutschland (München) ziehen, Stützpunkte der Liga besetzen und unterdrücktes protestantisches Kirchentum wiederherstellen. Dabei übte er, wie in Mainz, Toleranz und ließ sogar den Jesuiten das Recht zur Ausübung des Gottesdienstes. In der Auseinandersetzung mit dem kaiserlichen General Wallenstein am 6. November 1632 verlor Gustav Adolf sein Leben. Den schwedischen Truppen unter dem Oberbefehl Berhards von Weimar gelang es das Wallenstein- Heer niederzuringen. Aber der Sieg war mit dem höchsten Verlust erkauft: der Sieger starb auf dem Schlachtfeld.

Der Schwedenkönig Gustav Adolf (1594-1632) ist in der Geschichte ein Symbol der Hilfe für bedrängte evangelische Gemeinden, für Glaubensfreiheit und einen agilen, kämpferischen Protestantismus geworden. Er steht aber auch für Toleranz und Liebe.

 
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